Immer noch: All I Want For Christmas Is You

Die Zeit heilt nichts. Wer einen geliebten Menschen verliert, macht nicht einfach weiter wie zuvor. Es stellt dein Leben auf den Kopf, verändert alles, verändert dich. 

 

Wer einen geliebten Menschen verloren hat, der weiß, dass der Schmerz niemals verschwindet. Du lernst irgendwann, mit ihm zu leben. Manchmal wird er für eine Zeit leiser. Aber an vielen Tagen im Jahr wird er wieder unerträglich. 

 

An solchen Tagen kommt alles wieder hoch: Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Leere. Die Vorweihnachtszeit ist voll solcher Tage. Alles dreht sich um die Familie. Alle kommen zusammen. Es ist die eine Zeit im Jahr, in der selbst weit verstreute Familien zusammenfinden, um sich gemeinsam am Tisch zu versammeln. Das gibt Weihnachten seine Magie. 

 

Doch bei uns ist der Platz meiner Schwester seit drei Jahren leer. Seit sie uns genommen wurde, ist Weihnachten nicht mehr das, was es war. Sie fehlt mir so sehr. 

 

Darüber habe ich letztes Jahr einen Text geschrieben. Weil der Text immer noch beschreibt, wie ich mich fühle, reposte ich ihn mit nur kleinen Änderungen. 

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Überfordert – Was ist schon richtig, was ist schon falsch?

Das Leben kann jeden Moment vorbei sein. Ein Schicksalsschlag kann alles beenden. Krankheiten, Unfälle oder Gewalt können überall auf uns warten.

 

Die Nachrichten sind voll von solchen Schicksalsschlägen, der Tod allgegenwärtig. Im Durchschnitt sterben 10 Menschen pro Tag im Straßenverkehr. Ständig hören wir von Kriegen, Terroranschlägen, Morden. Aber in den Nachrichten sterben immer Fremde. Der Tod Fremder bleibt fern und abstrakt. Deshalb vergessen wir häufig, dass es auch uns und unsere Lieben immer und überall treffen könnte. 

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Ist doch klar: Ich werde einmal eine Mädchenmama!

Mir war immer klar, dass ich nur Mädchen auf die Welt bringen würde. Schon als Kind war ich überzeugt: ich werde einmal eine Mädchenmama mit allem, was dazu gehört – Kleidchen, Haargummis, Puppen, Schminke...

 

Weil ich so überzeugt war, eine Mädchenmama zu werden, habe ich mir in der ersten Schwangerschaft auch gar keine Gedanken gemacht, welches Geschlecht das Kind haben würde. Ich dachte mir: es wird eh ein Mädchen. Mini-Me. 

 

Überraschungen 

Weit gefehlt! Aus der Kleinen wurde ein Junge. C Nummer eins. Eine kleine Überraschung für mich, aber eine schöne! Denn egal ob Mädchen oder nicht, einmal auf der Welt wurde der Kleine die Liebe meines Lebens. Habe ich jemals ein Mädchen gewollt? Ich kann mich gar nicht mehr erinnern... Jungenmama zu sein ist einfach zauberhaft. Diesen kleinen Jungen geb ich nie wieder her! 

 

Auch die zweite Schwangerschaft hielt eine kleine Überraschung bereit: beim zweiten Ultraschall-Termin fragte mich der Arzt: „Sie wissen schon, dass es zwei werden, oder?“ Wusste ich bis dahin nicht. Aber ich freute mich total. Auch weil ich mir sicher war: das wird ein Pärchen. Deshalb hatte ich auch ganz schnell einen Jungen- und einen Mädchennamen gefunden. 

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Mama, ich möchte kein Fleisch mehr essen!

Vor etwa einem halben Jahr hat unser damals Fünfjähriger entschlossen, kein Fleisch mehr zu essen. Wir saßen beim Mittagessen, er starrte seine Schüssel mit Spaghetti Bolognese aber nur prüfend an. „Mama, sind da Tiere drin?“ „Ja, Schatz.“ Er schob die Schüssel von sich, guckte mich an und sagte: „Mama, ich möchte keine Tiere mehr essen!“

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Bald geht es in die Schule!

Vorfreude?

 

Bald ist es soweit: Mein Großer kommt in die Schule. Er freut sich schon wahnsinnig darauf. Er kann es gar nicht mehr erwarten!

 

Wenn ich daran denke, bekomme ich Bauchschmerzen, weil ich gar nicht weiß, was uns erwartet. Und weil die Zeit so schnell verging. Gestern schlief er noch als kleines Baby auf meinem Bauch und in ein paar Wochen schnallt er sich zum ersten Mal seinen Schulranzen um. 

 

Das macht mich ganz schön nervös. Aber das lasse ich mir vor ihm nicht anmerken. Ich möchte seine Freude nicht trüben. 

 

Er ist so ein cleveres Kerlchen. Er liebt es zu rechnen, interessiert sich für Zahlen. Seine Vorfreude ist riesig. Ich liebe es, das zu beobachten. 

Vorbereitung

 

Um die Zeit bis zum ersten Schultag zu überbrücken, hat er sich schon seinen Schulranzen ausgesucht. Ein ganzes Paket mit allem, was dazu gehört: Ranzen, Mäppchen und Sporttasche. Jetzt fehlen nur noch die Bücher – und die Schultüte. Dann kann es losgehen!

 

Es war uns wichtig, dass er das alles selbst aussuchen durfte. Er hat sich sehr viel Zeit gelassen, den richtigen Ranzen zu finden. Er hat daraus eine kleine Wissenschaft gemacht: Geschaut, getestet, gefühlt. Doch irgendwann war es klar: „Das ist meiner! Den will ich! Der ist so toll.“  

 

Sein Ranzen wurde ein orange-schwarzer mit Fledermaus und Batman-Auto. Zuhause  angekommen schnallte er sich ihn sofort über und spielte mit seinen Brüdern Schule. Er zeigte ihnen sein Mäppchen, packte die Stifte aus und zeigte seinen Brüdern was es heißt „ein Großer“ zu sein. Statt gerechnet wurde erst einmal gemalt. Am Ende packte er alles sorgfältig zusammen (ein kleines Wunder!). „So, Schule ist aus für heute“. Er schnallte sich seinen Ranzen über und machte er sich auf den „Heimweg“.

 

Dann kam ihm eine Idee: „Mama, jetzt müssen wir noch meinen Namen überall draufschreiben!“. Dafür haben wir extra Sticker bestellt (stickerkid.de). Damit können wir nicht nur seinen Ranzen, sondern auch seine Stifte, seine Schuhe, das Mäppchen, seine Jacke und eigentlich alles beschriften. 

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Kroatien 2018: Wir waren im Urlaub

Endlich haben wir uns getraut. Zum ersten Mal sind wir mit den Kindern weiter als bloß nach Holland gefahren. Davor waren wir nicht mehr im Sommerurlaub, seit die Zwillinge auf der Welt sind. Zwei Erwachsene, drei Kinder – das sind eigentlich zwei Augen zu wenig. Aber es hat alles super geklappt J

 

Urlaub? Ja? Nein? Vielleicht...

Im Vorfeld habe ich mir so viele Sorgen gemacht. Was könnte passieren? Was wäre wenn...? 

 

So ging es mir bisher immer. Ich habe mir dann so viele Sorgen gemacht, dass ich den Urlaub lieber verschoben habe. Aber gebrauchen konnte ich so einen kleinen Urlaub schon. Und für die Kinder und uns ist schon jeder Wochenendtrip eine so schöne Erinnerung. Wenn ich mich an meine Kindheit zurückerinnere, waren die Urlaube immer einzigartige Erfahrungen. Also wurde es langsam mal Zeit. 

 

Ok, der Entschluss stand also: Wir fahren in den Urlaub. Aber damit standen wir ganz am Anfang. Wann? Wohin? Wie? Fragen über Fragen. 

 

Eine Frage war leicht zu beantworten. Wohin? Da fielen mir sofort tausend Orte ein: Dubai, Thailand, Australien, Schweden, Neuseeland, Dänemark, Holland...

 

Aber beim Wie wurde es schon kniffliger. Fliegen mit 3 kleinen Kindern? Lieber nicht. Blieb also noch das Auto. Aber Langstrecke über 10 Stunden...Och nö. 

 

Wenn wir nicht fliegen und lange fahren wollten, fiel die Hälfte der Orte flach. Also: dieses Jahr Urlaub in Köln. Das konnte es ja auch nicht sein... Oh man, also doch länger fahren? Urlaub mit kleinen Kindern ist nicht leicht. 

 

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Nationalität Welt

Mein Großer hat kürzlich aufgeschnappt, wie jemand nach seiner Nationalität gefragt wurde. Er fragte mich daraufhin, was er für eine Nationalität habe. „Stopp, Mama, ich weiß schon. Ich glaube, meine Nationalität ist ‚Welt’.“

Oh mein Gott! Ich schmelze dahin. Die beste Antwort, die er hätte geben können. „Genau richtig, mein Schatz! Die Nationalität haben wir alle.“

Denn alle Menschen sind gleich. Oder glaubt irgendwer, dass eine afghanische Mutter ihre Kinder anders liebt als eine deutsche? Haben syrische Kinder andere Schmerzen? Wir alle machen die gleichen Erfahrungen, ganz egal, wo wir herkommen. Wir freuen uns und wir leiden. Wir lachen und wir weinen. Es schmerzt, wenn wir geliebte Menschen verlieren. Wir schweben, wenn wir verliebt sind. Und wir alle blicken mit Sorgen in die Zukunft. Wir alle wollen es gut haben, wir alle haben Angst um unsere Lieben.

 

Und weil wir alle gleich sind, haben wir auch den gleichen Wert. Mein Leid ist nicht mehr wert als deins, meine Freude nicht wichtiger als deine. Das gilt über alle Grenzen hinweg. Wenn Menschen leiden, ist das schrecklich. Wenn Kinder weinen, bleibt die Welt stehen. Egal wo. Können wir von irgendwem verlangen, im Krieg zu leben? Können wir wirklich verlangen, dass Eltern das Leben ihrer Kinder riskieren? Nein, und deshalb sollten wir alle leben dürfen, wo wir wollen. 

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Die Zeit heilt nichts

Der Tag vor 3 Jahren hat unser Leben zerstört! Vor gerade 2 Tagen stand ich an dem Ort, an dem es passierte. Es ist immer noch unvorstellbar und grausam. „Die Zeit heilt alle Wunden!“ Der schlechteste Satz aller Zeiten!

Die Zeit heilt gar nichts.... Nie mehr wird es so, wie es mal war.

 

Meine Schwester und ich waren eins. Wir haben uns bedingungslos geliebt und ergänzt. Konnten ohne den anderen nicht.

Jetzt bin ich nicht mehr ich selbst und werde es nie wieder sein. Den Schmerz trage ich jeden Tag mit mir rum. Jeden Tag zerreißt mein Herz.

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Die Twins werden 3 - und wir sind dankbar!

Vor ein paar Tagen wurden die Twins drei. Feiern konnten wir trotzdem nicht wirklich: Wir alle hatten über 40 Fieber. Nicht gerade das, was man sich unter einem gelungenen Geburtstag vorstellt. Deshalb hatte ich ein kleines Tief.

 

Auch bei der Geburt vor drei Jahren lief einiges schief.  Nichts war so, wie man es sich als werdende Mama wünscht. Bereits zehn Wochen vor dem errechneten Termin lag ich mit Wehen im Krankenhaus. Mit intravenösen Wehenhemmern und ganz viel Ruhe (und Langeweile) ließen sich die beiden aber noch ein bisschen hinhalten. Trotzdem kamen sie sieben Wochen zu früh.

Nach drei Wochen musste ich die Medikamente absetzen, weil ich sie schon zu lange bekam. Sofort gingen die Wehen wieder los. Ein Kinderarzt erklärte mir, dass ich in ein anderes Krankenhaus müsste. Er habe nicht genug Kapazitäten, um beide Kinder zu beatmen. Alles musste ganz schnell gehen, es hätte ja jeden Moment losgehen können. Also ging es mit dem Krankenwagen und Sirene von Krankenhaus A zu Krankenhaus B. Dort angekommen passierte erst einmal: nichts. Die Wehen gingen zurück. Falscher Alarm?

 

Doch in der Nacht ging es plötzlich los. Die Wehen wurden unerträglich. Ich wurde sofort für den OP vorbereitet. Ich hätte die Kleinen gerne natürlich geboren, aber die Ärzte sagten, das sei zu gefährlich.

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Drei Jungs? Toll! Erzieh sie zu richtigen Männern!

Wie oft durfte ich mir das schon anhören: „Du hast drei Kinder?“ „Ja, drei Jungs.“ „Klasse, dann guck, dass du sie zu richtigen Männern erziehst!“

 

What? Alles klar... was sind denn „richtige Männer“?

 

Und wenn ich drei Mädchen hätte, würden die Leute dann auch sagen: „Erzieh sie zu richtigen Frauen!“? Wahrscheinlich nicht. Dabei haben wir doch längst Girl Bosses, Feministinnen und Angela Merkel.

Ich muss die Leute enttäuschen: Ich erziehe meine Jungs nicht zu richtigen Männern. Ich erziehe meine Kinder so, wie ich das für richtig halte. Und nicht wie es andere gerne hätten. Egal ob das zu Geschlechterstereotypen passt oder nicht.

 

Und ja, meine Jungs haben eine Puppe und einen Kinderwagen, zu Weihnachten gab es eine Kinderküche. Vielleicht ist das ja meine Definition von einem „richtigen Mann“.

 

Meine Kinder sollen doch tolle Papas werden und dürfen gerne auch kochen können. (Sind der Henssler und seine Kollegen eigentlich keine Männer?) Bei uns zu Hause teilen wir uns die Erziehung und den Haushalt. Das ist für meinen Mann auch selbstverständlich. Alles andere würde ich nicht akzeptieren ;).

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Ich würde es ja selbst nicht glauben: Die Trotzphase

Die Zwillinge hat es voll erwischt, wir sind mitten in der Trotzphase.

Wenn mir damals Leute beim ersten Kind von der ach so schlimmen Trotzphase erzählt haben, dachte ich immer: Als ob! Die übertreiben bestimmt. Das bekomme ich jetzt zurück. Und fühle nachträglich mit.

 

Wie gesagt: Bei meinem ersten Jungen gab es keine Trotzphase. Aber vielleicht habe ich sie auch einfach nicht mitbekommen, weil er als Einzelkind so verwöhnt war, dass er gar nicht trotzen musste. Keine Ahnung.

 

Aber momentan komme ich mir jeden Tag vor wie in einem Horrorfilm! Starten wir mit dem Frühstück: Die Kinder wollen Brot oder Toast. Einer der beiden möchte unbedingt Käse. Aber nach den Feiertagen war nun mal keiner mehr im Kühlschrank. „Wir haben leider keinen Käse mehr.“ Dann geht es los: Mein Kind läuft hochrot an und schreit, schreit, schreit. „Ist doch nicht so schlimm. Guck mal, wir haben noch Wurst oder Marmelade...“ Schrei, schrei, schrei. „Schatz, hör doch bitte auf zu schreien!“ Schrei, schrei...würg. „Ok, pass auf: ich hol schnell Käse.“

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All I Want for Christmas is You!

Ich würde Weihnachten gerne streichen.

 

Die letzten zwei Jahre hatte ich weder einen Baum noch Weihnachtsschmuck.

Dabei habe ich grundsätzlich nichts gegen Weihnachten, ich bin nicht der Grinch. Davor hatten wir das volle Programm: Baum, Deko, Krippe – alles ganz normal. Aber die letzten zwei Jahre ging es einfach nicht.

 

Die Weihnachtszeit ist für mich emotional eine der schlimmsten Zeiten im Jahr. Viele von euch kennen den Grund: Weil einer der wichtigsten Menschen für mich, meine Familie und meine Kinder fehlt.

Also wegen mir könnten wir die Weihnachtszeit – und auch das Schmücken – überspringen.

 

Doch da stehen drei kleine, zauberhafte Jungs vor mir, die aus dem Fenster blicken und Ausschau nach dem Weihnachtsmann halten. Das erinnert mich daran, wie magisch die Weihnachtszeit für Kinder ist.

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Mit Kindern essen gehen

Wir waren gestern im Restaurant!

Wir trauen uns tatsächlich immer wieder. Doch jedes Mal gehe ich mit dem gleichen Satz aus dem Lokal: „Nie wieder! Wie konnten wir nur?“

 

Aber das Problem ist: Du gehst an einer Pizzeria vorbei, hast auch noch Hunger und denkst dir: Geil! Klappt bestimmt J Diesmal wirklich.

Die ersten 10 Minuten klappen auch echt super, doch irgendwie vergisst man immer, wie lange die in der Küche brauchen.

Aber ich bin natürlich auch top vorbereitet und meine Kinder dürfen malen. Kommt bei Jungs immer gut... Leo??? Wie wär´s mal mit Autos. Naja, immerhin bekomme ich damit noch mal weitere 5 Minuten.

Dann geht es los und die Twins schlagen sich wegen der Farben. Einer ist glücklich mit 12 Stiften, der andere schreit das ganze Lokal zusammen.

Dazu die Blicke der Leute: als wollten sie mich kastrieren. Aber mal ehrlich, glaubt ihr nicht den Eltern ist das nicht eh schon schlimm genug?

Am liebsten würde ich mich an den Tisch nebendran zu dem spießigen Ehepaar (glaube ich zumindest) setzen und sagen: „Tja, der alleinerziehende Vater kommt ja gar nicht klar mit den Jungs!“

Aber tatsächlich schwitze ich und bekomme Panikausbrüche. So, und da könnt ihr euch eure hübschen Blicke gerne sparen. Meine Kinder haben eben keinen Aus- oder Pause-Knopf.

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Die bescheuertsten Sprüche, die wir uns bis jetzt anhören durften

Mit drei Kindern fällt man einfach auf. Wenn wir mit unserem Zwillingskinderwagen mit angehängtem Tritt für den großen durch die Stadt laufen, geht es kaum anders: „Schuldigung, dürfte ich mal durch...?“.

 

Oft kommt man mit den Menschen ins Gespräch. Meistens sind es wirklich nette Gespräche. Aber hin und wieder klappt mir die Kinnlade runter: Manche Menschen sind einfach dreist. Und fies. Ob bewusst oder unbewusst, kann ich nicht immer sagen.

 

Oft überhört man das, aber ein paar Sätze bleiben hängen. Entweder weil sie echt unter die Gürtellinie gehen oder einfach immer wieder vorkommen. Hier sind meine „Lieblings-„beispiele:

 

      „Mir wird das heute zu viel. Ich schaff es heute nicht vorbeizukommen, kommt ihr doch einfach!“

 

Klar, gar kein Problem. Wirklich. Das wäre auch wirklich zu viel von dir verlangt, dich alleine ins Auto zu setzen und kurz vorbeizukommen. Klar kommen wir 5.

 

Ich brauch aber nur noch ca. 7 Stunden, dann bin ich da. Das klingt lange? Naja, wir brauchen manchmal allein 20 Minuten für unser Treppenhaus (1. Stock). Vorher noch „schnell“ die Kinder umziehen. Wegen Fruchtzwergflecken und so. Und dann noch schnell die 12 Schichten aus Jacke, Mütze, Schal, Unterhemd, Handschuhe, Matschhose und Gummistiefel anziehen.

Und noch schnell eine Tasche packen mit Snacks, Windeln, Feuchttüchern und Spielzeug. Das hast du ja alles leider nicht da. Und noch schnell eine kleine Flasche Wasser für alle, weil mit Bechern geht da manchmal was schief.  Also bringen wir das mit.

Und dann nur noch eine Herausforderung: alle ins Auto verfrachten. Das heißt alle Kinder, plus die drei Taschen und das ganze Spielzeug nach unten tragen. Und dann hoffen, dass die Kleinen auf dem Weg nicht einschlafen. Frisch geweckte Kinder sind nicht immer die freundlichsten.

 

Also kein Problem, guck du ruhig noch ein bisschen Netflix. Wir sind gleich da.

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Familienbett

Oh weh! Ein Thema wie kein anderes (außer vielleicht Impfen...).

 

In der einen Ecke stehen die Herzlosen, die ihr Kind mit seiner Angst alleine lassen und jedes verzweifelte Schreien ignorieren. Auf der anderen Seite haben wir die naiven Klammerer, die ihren Kleinen die Chance auf Selbstbewusstsein und Autonomie von Anfang an versauen. Wenn sie ihr Kind nicht irgendwann aus Versehen zerquetschen.

Gute Grundlage für einen vernünftigen Dialog, oder? Nicht wirklich.

 

Am besten spricht man das Thema gar nicht erst an. Vor allem nicht bei anderen Eltern. Man weiß ja nie, wen man da vor sich hat und ob das Ganze in Harmonie oder Anfeindungen endet. Alles möglich. Alles schon erlebt.

 

Aber warum reizt das Thema uns so?

 

Jeder muss doch für sich entscheiden und dann auch dazu stehen (dürfen). Die eigene Entscheidung wird ja nicht besser, wenn man die der anderen bekämpft. Leben und leben lassen.

 

Unsere Kinder schlafen bei uns. Alle drei. Dafür haben wir extra ein 2,40 x 2,40 Bett gebaut.

Ich finde es toll so, wie es ist. Und ich weiß, dass es irgendwann sowieso von alleine aufhört. Irgendwann lieg ich da allein L

Angefangen hat alles beim großen C und einem Beistellbett. Irgendwann ist er zu uns gewandert. Sein Zimmer ist jetzt bloß noch Spieleland.

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Stadt oder Land?

Ich habe mich gerade über zwei Artikel geärgert. In dem einen ging es um die Vorteile von Stadtkindern gegenüber Landkindern, in dem anderen um die umgekehrte Perspektive.

 

Das Thema beschäftigt uns schon lange. Wir sind auch hin- und hergerissen, was wohl besser für unsere Kinder ist. Aber diese Artikel haben das Landleben ganz schön ins Lächerliche gezogen.

 

Wir leben auf dem Land. Und ja, wir fragen uns auch: Ist das gut für unsere Kinder? Vielleicht.

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Haustiere ! JA ? NEIN?

Wenn ja, was? Hund oder Katze ?

 

Meine Zwillinge waren noch klein, gerade 2 Jahre und ich wollte die ganze Zeit ein Tier.

Mir war es einfach unglaublich wichtig, dass meine Kinder mit einem Tier groß werden .

Eigentlich bin ich ein absoluter Hundemensch, bin selber auch mit Hunden groß geworden...

 

 

Aber jetzt?

Ein Hund? Dreimal raus gehen und dann immer mit 3 kleinen Kindern.

Also die Mamis, die das schaffen, Hut ab.

 

Naja , also blieb uns ja noch die Katze. Aber jetzt mal ehrlich, für mich waren das immer hinterlistige und falsche Tiere, einfach nicht treu genug und man kann Katzen nie hintern Kopf gucken (aber wem kann man das schon?).

Mein Mann meinte nur : "Damals hast du gesagt: 'Komm mir ja nicht mit einer Katze, also ich bin ein Hundemensch!'.

Aber mir ist es egal, ich mag beides! Wird ja nachher eh gemacht, was du sagst!" 

 

Naja, dank Google sind wir heute stolze Besitzer einer Mainecoon Katze .

Ich könnte mir kein besseres Haustier für uns vorstellen, momentan .

Und treu ist unser Mr.Mau auch noch, manchmal mehr Hund als Katze.

 

Mainecoon werden auch die sanften Riesen genannt.

Mit die größten Hauskatzen der Welt.

Erst mit 4 Jahren sind sie fertig ausgewachsen. Unsere ist gerade mal ein Jahr.

Sie gelten als liebevoll und intelligent.

Nun ja, da Geduld nicht so meine Stärke ist, hat es keine Woche gedauert und wir hatten unseren Mr.Mau bei uns Zuhause.

  

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Ich hätte gerne die Gemüsesticks verflucht!

An jenem Tag hätte ich gerne die Gemüsesticks verflucht!

 

Es war eigentlich ein ganz normaler Sonntag. Ein Besuch bei einer Freundin stand an. Klar dass ich da erst mal ein paar Snacks einpacken musste. Brotdose gepackt mit lauter gesunden Sachen: Apfelstückchen, kleingeschnittene, geschälte Möhren, Paprikastreifen, Gurke in Scheiben und Himbeeren. "Man, bin ich gut", dachte ich mir. Total gesund.

 

Im Nachhinein hätte ich mir lieber die Mini Goldbärchen und Hippis in die Tasche schmeißen sollen!

 

Gerade angekommen setzt sich einer der Zwillinge auf meinen Schoß. Man muss sagen, die Twins haben immer und ununterbrochen Hunger. So auch der kleine Mann auf meinem Schoß. Also wurden erstmal die gesunden Snacks ausgepackt. Twin 1 entschied sich für die Äpfel, Twin 2 auf meinem Schoß für die Möhren.  

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Mama sein und arbeiten

Egal wie man es macht, man macht es doch falsch! 

 

Geht man mit 3 Kindern nicht arbeiten, heißt es immer: "Was, du bleibst zuhause? Du gehst nicht arbeiten?"

"Mit 3 Kindern immer zuhause?" "Vermisst du es nicht,  endlich mal wieder zu arbeiten?" "Du arbeitest also nicht?"

 

Doch, 3 Kinder sind verdammt viel Arbeit! Warum wird das nicht auch mal anerkannt? 

 

Geht man dann aber Vollzeit arbeiten, heißt es: "Oh, mein Gott! Wie kannst du nur? Warum hast du überhaupt Kinder in die Welt gesetzt, wenn du dich nicht um sie kümmerst?" "Fühlt du dich dabei denn gut? Wenn du deine Kinder gar nicht selbst erziehen kannst und das jemand anderem überlässt?" 

 

Bei Teilzeit sind die Meinungen dann gespalten: "Deine Kinder sind doch noch viel zu klein, die brauchen dich doch noch! Vor allem jetzt!"

 

Oder: "Ist dir Teilzeit nicht zu wenig? Verdient man doch sicher nicht gengut, so mit 3 Kindern. Die sind sicher teuer?"

 

Irgendjemand (manchmal auch mehrere Jemande) hat doch immer zu meckern! 

 

Ich für mich habe, glaube ich, vorerst ein ganz gutes Zwischending gefunden. Ich hab die letzten 2 Jahre bei meinem Papa im Herrengeschäft immer wieder mal ausgeholfen. Jetzt bin ich zurück ins Schuhhaus Enners, meinen damaligen Ausbildungsbetrieb, gegangen. Zurück zu meiner Leidenschaft und meinem Hobby Schuhe  😍

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Früh Mama? Spät Mama?

Früh Mama? Spät Mama?

Was heißt das eigentlich ?

Was ist denn früh ?

Und was ist spät ?

Ist früh etwa mit 16? Oder ab 17? Und dann geht früh bis...30?

Ab wann ist man spät Mama? Dann ab 31? Nein? Vielleicht doch eher ab 40....?

Was denkt unsere Gesellschaft ?

 

Da ich jung Mama geworden bin, kann ich euch nur ein wenig aus meiner Perspektive erzählen .

Alles hat seine Vor- und Nachteile:

 

 

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Eingebrochen?

Nein, ich habe nur gekocht! 

 

Keine Ahnung, wie das bei Euch so ist. Aber wenn ich die 3 Kleinen vom Kindergarten hole, koche ich den Herren erst mal was. Dann versuche ich frisches Gemüse zu integrieren, Soßen, Vollkornnudeln...blah...ja, dann stehen da schonmal 4 Töpfe. Für den Nachtisch natürlich auch noch einmal 756 verschiedene Obstsorten mit Vanillesoße. Und die Küche sieht aus wie explodiert. 

 

Kurz mal um die Ecke gucken, ob sich einer der Kleinen eine Erdnuss in die Nase steckt, die er unter der Couch gefunden hat (alles schon passiert...). Und zack: halber Herzinfarkt. Alle DVDs sind aus dem Schrank "gefallen" und Twin Nummer 2 hat dann 3 Schubladen Lego/Duplo ausgekippt. Schön :)

 

Ich denk mir so: Ja, wird schon! Leo, bleib einfach gechillt.

 

Mittagessen fertig - 756 Obstsorten mit Soße auch gegessen. Klar, erstmal was malen, schön die Stifte überall ausbreiten und los. 

Ich knie mittlerweile im Wohnzimmer und sortiere die DVDs. 

 

Die Klingel! 

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Mein Sohn hat lange Haare und trägt Nagellack! Na und?

Mein Sohn hat lange Haare und trägt Nagellack. Er spielt Ritter, Feuerwehrmann, Lego, Vater-Muter-Kind, mit Puppen und am liebsten mit Autos. 

 

Es ist halt so eine Phase, die hatte unser Großer auch. Wenn Mama sich die Nägel lackiert, wollen die Zwerge halt auch. Der Große will das schon lange nicht mehr, und wenn doch?

 

Nicht das Problem der Leute da draußen. Gerne mischt sich die Gesellschaft in alles ein: Beim Einkaufen meinte neulich eine alte Frau "Na, die Kleine sieht aber hübsch aus und dann noch der süße Nagellack!" 

"Die Kleine ist ein kleiner Mann und der Nagellack ist echt süß", antwortete ich. Schockierter Blick - "Ein Junge?!?" 

 

 


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